Welche Rechtsform für Start-ups?

Welche Rechtsform für Start-ups? Diese Frage beschäftigt viele Gründer. Es gilt, die Vorteile, Nachteile und Folgen verschiedener Rechtsformen für Start-ups abzuwägen und die Entscheidung für die passende Rechtsform zu treffen.

Was ist ein Start up?

Grundsätzlich die Umsetzung einer innovativen Geschäftsidee. Ziel ist es zu einem Unternehmen für Investoren im Rahmen von Venture Capital, Seed Capital oder durch Business Angels zu werden. Es kommt zu mehreren Runden für Geldgeber mit Bewertungen des Start-up Unternehmens. Ziel sind nicht schwarze Gewinnzahlen. Es geht vielmehr darum andere Unternehmen vom Markt zu verdrängen oder gar nicht aufkommen zu lassen. Am Ende steht der Exit. Ein Verkauf an ein großes Unternehmen. Die Start-Up Gründer und Investoren erhalten dann in den besten Fällen ein Vielfaches ihres Investments mit guter Rendite.

Welche Rechtsform für Start-ups?

In Österreich können Gründer entweder einfach als Einzelunternehmer oder ab zwei Personen eine GesbR wählen.

Die Vorteile davon sind: kaum Gründungskosten, schnelle und einfache Gründung;

Nachteil liegt in der unbeschränkten persönlichen Haftung mit dem Privatvermögen. Der Einstieg eines Investors ist aufgrund dieser Haftung kaum möglich.

Schnell stellt sich heraus, dass die GmbH die geeignete Rechtsform für zukunftsorientierte Start-ups ist. Die beschränkte Haftung lässt geeigneten Platz für Investoren. Im Gesellschaftsvertrag können verschiedene Möglichkeiten für eine Übertragung der Anteile geregelt werden. Bei der Gründung der GmbH fallen jedoch höhere Kosten an. Steuerlich sind die Körperschaftssteuer mit 25 % und weitere Entnahmen mit 27,5 % Kapitalertragssteuer zu berücksichtigen. Die GmbH ist im Firmenbuch einzutragen und hat jährlich eine Bilanz zu erstellen.

Wie finanziert man seine Start-up-Idee?

Viele beginnen bei der eigenen Familie und Freunden. Selbstsichere Start-up Gründer nehmen gleich einen Bankkredit in Anspruch. Jedoch sollten unbedingt staatliche Förderungen miteinbezogen werden. Gerade im Bereich Digitalisierung sind einige Förderungen abzuholen. Größere Möglichkeiten findet man im Crowdfunding, den Business Angels und Venture-Capital. Gute Chancen für Wachstum und Investition sowie Netzwerk bieten Innovationswerkstätten und Inkubatoren. Dort finden öfter Veranstaltungen mit Investoren statt.

Wichtig ist, dass man nicht aufgibt. Eine Idee wird über die Zeit weiterentwickelt und mit entsprechendem Feedback stets verbessert.

Was braucht man für ein Start-up?

Neben einer Spitzenidee ist eine Finanzierung, viel Power und eine große Portion Motivation gefordert. Zur Gründung sollte jedoch unbedingt ein Wirtschaftsanwalt hinzugezogen werden, damit gleich die Rahmenbedingungen für Investments erörtert und geplant werden können.

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